Ein Tier einschläfern lassen, oder lieber warten?

Sie haben auch ein Tier? Ihnen wird heute schon mulmig, wenn Sie an den letzten Tag denken? Zur Zeit ist es bei mir so. Eine gute, liebe Nachbarin läßt heute Ihren Hund einschläfern. In ein paar Wochen wäre er 15 Jahre alt geworden... 

Bei mir, im Gnadenhof war ich auch schon sehr oft damit konfrontiert worden. Wie lange dauert das Sterben? Ein paar Stunden? Ein paar Tage? Hat das Tier dabei Schmerzen? Wie verkrafte ich das Ganze? 

Wenn ein Unfall passiert und das Tier nicht mehr zu retten ist, wird es erlöst. Keine Frage! Was aber ist, wenn keiner sagen kann, ob noch eine Chance besteht ? Wenn man mit ansehen muß wie die Kräfte schwinden. Wenn das Tier nicht mehr hinten hoch kommt ?

Da liegt dann die alleinige Entscheidung bei uns. Gewiss keine leichte Entscheidung ! Das Herz schreit NEIN ! Der Verstand jedoch: es ist besser so... Die Tränen können nicht mehr zurückgehalten werden. Obwohl das Tier noch lebendig vor uns liegt. Ist es ein Gnadenakt, wenn wir uns überwinden können und zustimmen ? Geben wir damit nicht unsere ganze Liebe dem Tier ? Es soll doch nicht leiden müssen...

Früher wurde nicht lange gefackelt. Das Tier wurde sehr schnell erlöst. Egal wie. Es ist ja nur ein Tier ! Heute weiß man, dass auch die Tiere eine Seele haben. Dass sie mit uns reden können. Kontakt aufnehmen. Wer hätte sich das früher denken können ? 

 Es wird auch immer Tierärzte geben, die die letzte Spritze nicht leichtfertig setzen werden. Dazu kann ich nur sagen : "Gott sei Dank! " Da wird nicht nur auf die Einnahme geschaut, sondern auch auf das Tier. 

Einen Wunsch hätte ich an Sie, liebe Leser :  Gehen Sie jeden schweren Gang mit dem Tier. Sagen Sie nie: "Ich kann so was nicht sehen". Oder "es soll in meiner Abwesenheit geschehen".  Alles wird  leichter für Ihr Tier, wenn Sie es nicht alleine lassen !

Mögen Sie und Ihr Tier noch viele glückliche Jahre verbringen !

Gedicht v. Antoine de Saint-Exupery
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