Unter der Regierung von Oliver Chromwell wurde 1644 in Schottland die Besteuerung auf "aquavitae" oder anderen starken Alkohol eingeführt. Allerdings wurde das wieder geändert, nachdem Charles II. aus dem Exil kam.
Nach dem Zusammenschluss mit der englischen Regierung 1707 wurde in Schottland auch die "Malzsteuer" eingeführt. Die englischen Steuereintreiber kamen über die Grenzen und versuchten, die Whisky Produktion unter ihre Kontrolle zu bringen. Es kam zu Aufständen, immer mehr schottischer Whisky wurde illegal gebrannt. Bei legal gebranntem Whisky wurde aus Kostengründen ungemälzte Gerste mit verarbeitet. Bald hieß es, dass nur schwarz gebrannter schottischer Whisky der echte Whisky sei.
Neunzig Jahre später waren die existierenden Gesetzte so hoffnungslose unübersichtlich, dass es nicht gelang, zwei Destillieren gleich zu besteuern. Schottischer Whisky war so begehrt, dass Schwarzbrennen und Schmuggel florierte. Kein Schotte wollte eine Abgabe auf das Getränk zahlen, auf das er ein angeborenes Recht glaubte. Es war das Nationalgetränk Schottlands, das Männer und Frauen tranken.
Als die Briten Kopfgelder für das Verraten von Brennereien aussetzten, ergab sich für die Schotten eine neue Einnahmequelle. Wenn eine Brennspirale erneuert werden mußte bauten sie die Destille an einem anderen Ort wieder neu auf und verrieten die alte, verbrauchte Destille an die Briten.
Es dauerte lange, bis die britische Regierung aufgab und eine Königliche Kommission 1823 ein Gesetz verabschiedete, nach dem schottischer Whisky legal gebrannt werden konnte. Für eine Lizenzgebühr von £10 jährlich konnte eine Brennblase über 40 Gallonen Fassungsvermögen betrieben werden. Kleinere Brennereien waren nicht mehr erlaubt. Je Gallone Alkohol kam noch eine Abgabe von 3 Pence hinzu. Innerhalb der nächten 50 Jahre reduzierten sich die illegalen Brennereien auf 6, von etwa 14.000 geschätzten zu Beginn des neuen Gesetzes.
In der Zeit um 1840 betrug der Steueranteil 2,5 Pence pro Flasche, im ersten Weltkrieg war er auf 9 Pence pro Flasche angestiegen. Eine Flasche schottischer Whisky kostete 1939 72 Pence, von denen bereits 48 Pence nur die Alkohol-Steuer war. In den 90ern kostete dieselbe Flasche Whisky bereits etwa £10,80, der Steueranteil daran war £5,55.
Schottischer Whisky und die Steuerabgaben - eine politische brisante Geschichte über Jahrhunderte. Sie wollen nun auch einen echten schottischen Whisky probieren? Ja, aber welcher soll es denn nun sein? Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Schottischer Whisky unterscheidet sich in der Art der Herstellung und der Region aus der er kommt.
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