Viele Feiern heutzutage sind eher gemeinsame Abendessen im kleinen bis mittleren Kreis mit Musikbegleitung aus der Konserve, zu denen man eher geht, weil man muß, nicht weil man unbedingt will. Dabei erinnern sich viele noch an Feste, wie sie früher gefeiert wurden.
Die ganze Familie, die ganze engere und weitere Verwandtschaft traf sich und das halbe Dorf oder die ganze Straße war auch dabei. Es wurde schon wochenlang vorher darüber geredet, alle halfen bei den Vorbereitungen, steuerten vielleicht einen Kuchen bei, oder Küchengerätschaften, Geschirr oder Räumlichkeiten. Während der Feier wurde gelacht, gesungen, auf den Tischen getanzt , getrunken und geküßt.
Es wurden Reden gehalten, Witze gerissen, Trinksprüche ausgebracht und man freute sich, nach langer Zeit mal wieder alle zu sehen. Irgendwie, wie auch immer, wurden Unterbringung und Nachhauseweg geregelt. So ein Fest war ein Gemeinschaftserlebnis und meist dem genialen Management des weiblichen Familienoberhauptes zu verdanklen, die alles im Griff hatte und auch gut delegieren konnte.
Aber warum nicht einfach das Gute der damaligen Feiern bei eigenen Festen wiederbeleben? Man muß sich nur trauen und einfach das tun, von dem man weiß, daß es funktioniert. Reden sind aus der Mode gekommen, weil sich niemand mehr traut, Reden zu schreiben, die auch ein wenig Witz und Pep haben. Aber das kann man lernen. Und der Erfolg ist erfahrungsgemäß durchschlagend. Das gleiche gilt für andere Aspekte eines gelungenen Festes. Man muß sich nur trauen!
Auch wenn man heute wohl nicht mehr genauso feiern kann, wie damals, so ist es doch möglich, aus einem gezwungenen Abend, den man eher erträgt, als ihn zu genießen, einen gelungenen Abend zu machen, an dem die Gesellschaft Spaß hat und zufrieden nach Hause geht.
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