Suchen Sie auch Pilze ? Ich bin, als Kind, immer gerne in den Wald mit gegangen. Es war jedesmal ein Festschmaus. Semmelknödel mit süß sauren Pilzen. Herrlich ! Auch wurden welche getrocknet. Die gab es dann immer in die Kartoffelsuppe rein. Gelberle, im Rührei, sind unübertroffen.
Papa hatte "seine Pfifferecken" . Mit dem Bus, Butterbroten und einer Flasche Kaffee, ging es in der Frühe los. Wir mußten an Tabakfeldern und Maisfeldern vorbei. Ich war immer ganz aufgeregt dabei. Ich werde nie vergessen als ich die 2 Riesen Steinpilze gefunden habe. Wenn Du einen gefunden hast, dann schau im Kreis herum. Wirst bestimmt auch noch andere sehen.
So war das damals auch. Ich war das Gesprächsthema von allen. Sandpilze, Birkenpilze, Maronen, Gelberle und Steinpilze waren immer "unsere". Die wir nicht kannten, ließen wir stehen.
In Österreich fanden wir einmal einen ganzen Hang mit Ziegenbart. War auch sehr lecker. Bei mir, im Garten wachsen schon ein paar Jahre Pilze. Ich war mir aber nie sicher, ob es essbare sind. Bis eines Tages die Nachbarin mir einen Parasol brachte. Sie weiß auch so eine Stelle im Wald. Da findet sie immer welche.
Der heutige ist besonders groß ! Mindestens 30 cm im Durchmesser.

Den Parasol erkennt man am nussigen Geschmack und an seinem verschiebbaren Ring am Stiel. Die Lamellen sind weiß und fleischig.

Den Stiel kann man sehr leicht heraus drehen. Paniert schmeckt der Parasol wie ein Schnitzel...
Ei mit Salz und Pfeffer würzen. Den Hut darin wenden und mit Semmelbrösel gleichmäßig umhüllen. In der Pfanne gutes Fett erhitzen und den Parasol goldbraun ausbacken. Mit einer Pilzsoße ist er natürlich noch einmal so gut.
Foto Quelle : Wikipedia
Die Pilze in meinem Garten wurden nun von der Nachbarin untersucht. Freudestrahlend erklärte sie mir, dass es alles Parasol wären... Naja nun ist es fast schon amtlich. Es kann gebraten werden.