Baumwolle kbA, Hanf, Leinen und Wolle sind die Naturfasern, aus denen echte Naturtextilien produziert werden. Naturtextilien haben diverse Vorteile. Für den Träger ist der wichtigste Vorteil, das Naturtextilien die Haut und den Organismus des Trägers weniger mit Schadstoffen und Chemikalien belasten als konventionelle Textilien. Diese sind in der Regel voll mit Chemikalien. Die Chemikalien werden gebraucht, um die Stoffe “auszurüsten”. Die Fasern werden ausgerüstet, damit diese sich leichter verspinnen und verarbeiten lassen, damit man die daraus resultierenden Stoffe besser verarbeiten kann und weniger Bügeln muss. Die Farbstoffe sind eine weitere Quelle für oft nicht ganz unbedenkliche Chemikalien. Diese können Allergien hervorrufen und sich im Körper anreichern. Aus diesem Sachverhalt wird leicht verständlich, warum man sich als Träger von Textilien - und das sind wir schließlich alle - lieber für Naturtextilien entscheiden sollte. Man hat einfach ein besseres Gefühl beim Tragen. Aber auch bei der Produktion werden viele Chemikalien freigesetzt bzw. kommen zum Einsatz. Hierunter haben die Näherinnen und die Arbeiterinnen in den Färbereien zu leiden. Natürlich gelangen die Chemikalien auch in die Natur und schädigen dort Pflanzen und Tiere. Bei der Produktion normaler Baumwolle kommen gigantischen Mengen an Chemie zum Einsatz in Form von Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln und Entlaubungsmitteln. All das Belastet das Grundwasser und die Natur. Wer hier eine neue Orientierung will, sollte auf Naturtextilien umsteigen. Es gibt heute bereits viele Anbieter die Textilien aus Baumwolle kbA (kontrolliert biologischen Anbau), Hanf (hier sind keine Pflanzenschutzmittel notwendig) oder Wolle erhältlich. Wenn es synthetische Fasern sein müssen, können diese auch aus dem nachwachsenden Rohstoff Bambus produziert werden und müssen nicht aus Mineralöl hergestellt werden. Die Auswahl ist groß und auch die Qualitäten sind heute so gut, dass es keineswegs mehr auffällt oder “ökig” aussieht, wenn man sich in Naturtextilien kleidet. Derartige Textilien sind heute eher Statussymbole.