Ich lese ab und an Seth Godins Blog. Dort halten sich zwei Extreme die Waage: manche Beiträge finde ich banal, andere bringen in der Einfachheit ein Thema, das mich beschäftigt, glasklar auf den Punkt. So wie östliche 'Weisheitsgeschichten' :)
Diesmal geht es um die Gestaltung der Zukunft. Marketing heißt immer, die Zukunft zu verändern, so Godin. Wir investieren Zeit und Geld, um die Zukunft unserer Produkte und Dienstleistungen zu ändern. Und dann stellt er verschiedene Zukunftshorizonte gegenüber:
Es ist schwierig, den morgigen Tag zu gestalten - dafür gibt es nur wenig Freiraum, viele Parameter sind in der Gegenwart schon festgelegt. Ereignisse, die eine Woche in der Zukunft liegen, sind leichter zu gestalten. Es ist möglich, das Team und Produkte auf ein Ziel hin zu verändern, man kann jetzt beginnen, den Status Quo zu ändern.
Und dann: die Zukunft auf ein Jahr hin gestalten. "Changing next year, though... that's really hard. It's hard because a year is so far away, you can count on the world being a very different place by then."
Schreibt Mr. Godin das aus Rücksicht auf die Leser/ Kunden? Oder ist er da ehrlich? - Der erste Fall ist schlecht. Denn gesetzt den Fall, seine Leser sehen das eh so - mit der Bestätigung wird diese Spanne für sie noch schwerer zu ändern sein. Die zweite Alternative - der Marketing Guru wird massiv überschätzt :( Auch schlecht...