Ob zum Frühstück, im Büro oder am Abend. Oder nach dem Essen. Kaffee erfreut sich großer Beliebtheit. Und längst hat die schlichte Tasse Filterkaffee Konkurrenz bekommen: Espresso, Cappuccino & Co.
Kaffee ist eines der ältesten, und neben Tee, das meistkonsumierte Getränk weltweit. Kaffee wird aus den Bohnen der Coffea Pflanze gewonnen. Von etwa 500 verschiedenen Gattungen und mehr als 6000 Arten sind für die Herstellung von Kaffee jedoch nur zwei Sorten interessant. 60 % der weltweiten Produktion entfallen auf Arabica. 40 % auf Robusta Bohnen.
Im Hochland Äthiopien wurde zum ersten Mal der Arabica Strauch entdeckt. Der erste systematische Anbau dieser Coffey Sorte wurde, im 15. Jahrhundert, in Südjemen betrieben. Robusta wurde erst nach 1860 in Uganda kultiviert.
Reisende Händler brachten, Mitte des 17. Jahrhunderts, den Kaffee nach Venedig. So wurde auf dem Markusplatz das erste Kaffeehaus Europas eröffnet.
Das beliebte Heißgetränk besitzt mehr als 1000 Aromen und über 1200 Inhaltsstoffe. Die genaue Zusammensetzung hängt von der jeweiligen Pflanze ab, dem Anbaugebiet und dem Klima ab. Auch die Verarbeitung und der Röstprozess spielen eine entscheidende Rolle. Bei der industriellen Röstung werden die Bohnen nur ein bis zwei Minuten bei 800 - 900 Grad geröstet. Bei der wesentlich schonenderen Langzeitröstung dauert dieser Vorgang ca. 20 Minuten. Bei einer Temperatur von 200 Grad. In dieser Zeit kann der Kaffee wesentlich mehr Säure abbauen und sein Aroma voll entfalten.
Die Früchte der Coffea Pflanze werden Kirschen genannt. In jeder Frucht stecken normalerweise zwei Kaffeebohnen. Im Hochland werden die Bohnen überwiegend noch von Hand geerntet. Das hat für die Qualität des Kaffees den Vorteil, dass die Pflücker nur die reifen Früchte einsammeln. Bei der maschinellen Ernte, die vorwiegend in tieferen Lagen stattfindet, kann nicht mehr zwischen reifen und unreifen Früchten unterschieden werden.
Rund 150 Liter wurden pro Kopf 2004 getrunken ---
Arabica Kaffee wächst in Höhenlagen von 800 - 2000 Metern . Neueste Studien belegen, dass Kaffee doch nicht zu einer vermehrten Flüssigkeitsausscheidung über die Nieren führt, wie man früher annahm.