Hatuey

Der erste Rebell Amerikas: Hatuey

Cuba Hatuey KulturAls Gründer des "mythos cubanos" kann man wohl Hatuey (1512 in Baracoa  bezeichnen. Er war ein Häuptling der Tainos. Das, genauer: Das waren die Ureinwohnern in Cuba und Hispaniola (Insel östlich von Cuba, heute Dominikanische Republik und Haiiti.)

Hatuey stammt aus dem damaligen Hispaniola und war mit 400 weiteren Tainos seines Stammes von dort nach Cuba vor den Spaniern geflohen.

In Cuba versucht er, Verbündete im Kampf gegen die unerwünschten Eindringlinge aus Europa zu finden.

Hatuey war damit der erste Ureinwohner Amerikas, der sich gegen die Eroberer aus Europa zur Wehr setzte.

Jeder in Cuba kennt sein Namen. Und jeder Cubaner weiß, daß es heute nur noch "Schwarze", "Weiße" und Mischlinge gibt. Anders als im restlichen Amerika: Keine Spuren von den Ureinwohnern. Diese Tatsache dürfte das Selbstbild des heutigen Cuba nicht unwesentlich mitbestimmen.

Alles was wir über Hatuey heute noch wissen, ist von dem katholischen Priester Bartolomé de Las Casas überliefert. Er berichtet, daß Hatuey folgendes zu den Einwohnern Cubas gesagt haben soll:

"Hier (Gold in der Hand) ist der Gott, den die Spanier verehren. Für diesen kämpfen sie und morden. Für diesen Gott verfolgen sie uns und werfen uns ins Meer ... Diese Tyrannen sagen uns, daß sie einen Gott des Friedens und der Gleichheit anbeten und sie nehmen uns unser Land und machen uns zu Sklaven. Sie sprechen zu uns von einer unsterblichen Seele und rauben unser Hab und Gut, verführen unsere Frauen und vergewaltigen unsere Töchter. Da ihr Mut nicht an unseren heranreicht, verstecken sich diese Feiglinge unter Eisen, das von unseren Waffen nicht durchdrungen werden kann ... "

Die meisten Indios in Cubas glaubten Hatuey nicht. Vielleicht weil knapp zwanzig Jahre zuvor Christoph Columbus (Chistobal Colón) auf Cuba gelandet war. Damals, unter Christoph Kolumbus, waren die Spanier in ihrer "Neuen Welt" noch freundschaftlich aufgetreten. Nun aber kommen die Spanier in anderer Mission. Sie suchten nach Gold.

Als die Spaniern Hatuey gefangen genommen haben, banden sie ihn an einen Pfahl und verbrannten ihn bei lebendigem Leibe. Bartolomé de Las Casas berichtet, daß Hatuey noch von einem Priester gefragt worden sein soll, ob er zum Christentum übertreten und damit in den Himmel kommen wolle. Hatuey soll darauf gefragt haben, wohin die Spanier nach ihrem Tode kämen. Als darauf der Priester meinte, die Spanier kämen in den Himmel, soll Hatuey geantwortet haben, daß er mit solch grausamen Menschen nicht zusammen sein wolle und lieber in die Hölle ginge.

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