Eigentlich kaum zu glauben, aber trotzdem wahr: Im Sommer kann sich der Innenraum eines Autos bis über 70 Grad aufheizen. Dies gilt nicht nur für Autoreisen in den Süden, sondern auch für das heimische Deutschland. Vor allem, wenn der Wagen in der Sonne geparkt wird, beginnt sich schnell die Wärme zu stauen. Der Aufenthalt wird dann für Kleinkinder und Tiere zum Gesundheitsrisiko. Die Temperatur steigt im Inneren bis zu einem Grad pro Minute an.
So lässt sich der Hitzekollaps zuverlässig vermeiden:
Bei der Auswahl eines geeigneten Parkplatzes sollte man berücksichtigen, wie die Sonne während des Aufenthalts wandert. Wo zunächst Schatten ist, knallt vielleicht in einer Stunde die Sonne - und umgedreht.
Kleinkinder sind besonders gefährdet und dürfen allerhöchstens 10 Minuten im geschlossenen Auto bleiben. Auch Hunde sind sehr empfindlich. Das Fenster sollte einen Spalt breit geöffnet sein, damit Frischluft hineinströmt. Wer allerdings das Fenster zu weit öffnet, bereitet Dieben leichtes Spiel und riskiert den Versicherungsschutz.
Die Einstrahlung von außen lässt sich bereits mit einfachen Mitteln verringern. Der Fachhandel bietet eine große Auswahl an Sonnenschutz-Systemen, wie beispielsweise Rollos, Sonnenblenden und Tönungsfolien.
Besonders die Oberfläche von Kindersitzen kann sich stark aufheizen. Damit es den Jüngsten nicht zu heiß wird, sollte man ein Tuch in den Sitz legen, das eine Schutzschicht bildet.
Kinder und Erwachsene brauchen auf einer Reise ausreichend Pausen, um sich von den Hitze-Strapazen erholen zu können. Da es mittags besonders heiß ist, ist dann der optimale Zeitpunkt für eine längere Fahrtunterbrechung.
Um die Wärme schnell und effektiv aus dem Auto zu bekommen, sollte man einige Zeit mit offenem Fenster fahren. Danach schließt man am besten die Fenster und schaltet Umluft ein.
Wer eine Auto-Klimaanlage besitzt, bekommt die Hitze schnell in den Griff. Damit die Anlage einwandfrei arbeiten kann, müssen die Fenster geschlossen sein. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Innentemperatur nicht stark unter den Außenwerten liegen, da dann Kreislaufprobleme drohen.