Viele Jahre lebte der berühmte kolumbianische Schriftsteller in Cuba. Ende der 80er Jahre hatte er seinen Wohnsitz in Havanna und in Mexico.
Von Hause aus Journalist schrieb er auch in dieser Zeit Woche für Woche eine Zeitungskolumne - für die landesweite Jugendzeitschrift "Juventud rebelde".
Wie viele Leser diese Kolumnen hatten - weiß ich nicht. Nur wenige Cubaner, die ich nach Garcia Marquez fragte, hatten seine Kolumnen gelesen.
Aber fast alle wußten, daß Gabriel Garcia Marquez bei ihnen in Cuba lebte. Seine Werke erschienen, sobald sie freigegeben hatte, in den Buchläden Cubas. >Sie waren für wenige Centavos zu haben.
Wie bei vielen großen Schriftstellern: Eines ist es, Garcia Marquez in deutsch zu lesen. Interessant ja, lesenswert.
Das Feuerwerk seiner Sprache aber - der Rhythmus Lateinamerikas: Dafür muß man Garcia Marquez in spanisch lesen.
Mein persönliches Lieblingsbuch: "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" erschien in spanisch gerade während der Zeit, als unsere Familie in Cuba lebte. In grauem, fast löchrigen Papier, für ein paar Centavos. Vergriffen war es im Nu.
