Liebe

Ich habe wieder mehr gegeben, als ich zurück gefordert habe.

Yin Yang, weiblich – männlich, geben – nehmen.

Ich gebe um geliebt zu werden, liebe mehr als ich empfange.

Warum ?

Es ist immer das gleiche, ich gebe mehr, als ich zurück bekomme, bin dann enttäuscht, traurig, fühle mich ausgenutzt, ausgelaugt, ausgesaugt, weil man mich nicht liebt, nicht respektiert, oder jedenfalls nicht so wie ich es erwarte.

Darf  ich erwarten, wenn ich liebe?

Ich habe geliebt. Ich liebe, gebe mehr als mein Körper, meine Seele, mein Geist vertragen, verkraften.

Ich gebe so viel, um mich dabei zu vergessen.

Ich gebe so viel, dass ich meine wichtigen Aufgaben nicht schaffe.

Keine Zeit für Träume habe.

Warum wirke ich so stark, wenn ich mich nicht so stark fühle.

Warum denken so viele Menschen, och die ist stark, die verkraftet das.

Warum nimmt sich keiner die Zeit, welche ich brauche.

Warum mache ich alles mit mir selbst aus? Weil keiner Zeit für mich hat?

Wer bin ich?

Wie bin ich?

Bin ich romantisch? War ich mal!

Bin ich liebevoll? War ich mal!

Kenne ich mich selbst? Weiß ich wer ich bin?

Warum unterdrücke ich meine Wut?

Wenn die Anderen mir alles sagen können!

Warum sage ich nicht das was ich denke?

Warum nehme ich Rücksicht, mit denen die keine verdienen?

Warum nehme ich Rücksicht mit denen die es auch nicht tun?

Warum nimmt mich keiner als Freund, so wie ich bin, aber wie bin ich?

Wenn ich es nicht weiß, wie wollen es andere wissen?

Warum werde ich ständig übergangen, bin ich nicht wertvoll?

Warum hören sie nicht auf immer und immer  zu fordern?

Wenn ich es tue schütteln sie mit den Köpfen und keiner fühlt sich angesprochen.

Und es geht weiter mit dem Fordern, immer und immer zu, ohne erlass. Warum?

Warum sage ich dann nicht, dass sie mich verletzten?

Warum sage ich nicht, jetzt ist genug?

Warum sage ich dann nicht meine Meinung?

Aus Angst nicht geliebt zu werden! Aus Angst abgelehnt zu werden!

Was ist Angst, was ist Ablehnung für mich?

Ich bin doch jetzt schon allein. Wie alleine kann man sein?

Das Gefühl gebraucht zu werden, ist es das gleiche Gefühl, wie geliebt zu werden?

Was ist Liebe?

Wie fühlt sich Liebe an?

Ist Liebe nur ein Wort?

Oder ist Liebe ein Tun ohne Worte?

Was bewirkt Liebe in mir, in meinem Körper, in meiner Seele?

Wie fühlt sie sich an, ist sie wollig, ein schützendes Gefühl? Brauche ich Liebe zum Leben? Brauche ich Liebe um zu überleben?

Kann ich lieben, wenn ich  keine bekommt?

Kann ich geben ohne zu nehmen?

Kann ich nehmen ohne zu geben?

Kann ich ohne Liebe leben?

Warum werde ich nicht so geliebt, wie ich es meine zu verdienen?

Gebe ich nicht genug Liebe, oder habe ich aufgehört Liebe zugeben?

Und wenn ja, warum?

Ich bin müde geworden, müde immer und immer nur das zugeben, was man meint von mir bekommen zu müssen. Was man meint nehmen zu müssen, zu dürfen. Ja mich sogar zu diesem Gefühl, Handel zu zwingen. Mich an zu schauen, und fordernd, mir in mein Gewissen schauend, zu nehmen. Das schlimmste ist wohl für mich, dass es keiner Bewusst tut. Sie merken es nicht, sie leben um zunehmen, sie leben ohne zu fühlen.

Es wird nur noch gedacht.

Warum weine ich denn nur?

Warum schreie ich in die Einsamkeit?

Die Einsamkeit ist so still, das es in den Ohren schmerzt. Wie kann Stille schmerzen? Still ist es in meinem Herzen. Draußen ist es rau und kalt, laut, eilend, schreiend. Ich vertrage das Geschrei nach mehr nicht mehr. Oder ist es der Hall meines Schreiens? Schreie ich nach Liebe? Warum erkennt das niemand? Ist es der Schrei eines Kindes?

Ist es der gleiche ungehörte Schrei, wie eines missbrauchten Kindes? Eine Seele die Liebe und Hilfe braucht? Oder ist es das Ego, was schreit, halt mich, liebe mich, ich will auch, nur ein klein wenig. Warum gerade ich nicht?

Irgendwann erlicht der Schrei, Mutlosigkeit, Kraftlosigkeit, der Kampf erlicht, Stille.

Kämpfen ohne zu siegen zu wollen, geht das? Oder habe ich den Kampf verloren? Wie kann ich verlieren ohne gewinnen zu wollen?

Wollte ich den Kampf führen, oder war das alles nur um zu  überleben? Wollte ich gehört werden? Aber wie will ich jemanden hören, wenn ich taub bin. Oder bin ich gar stumm und keiner hört mich? Wie will man so einen lautlosen Schrei denn auch hören? Es ist doch so laut in dieser Welt. Keiner hat mehr Zeit oder nimmt sich keiner mehr Zeit?

Liebe ist nur ein Wort, Liebe ist ein tun ohne Wort, aber wie will man mich hören? Wieder diese einsame Stille. Muss ich laut rufen, aber wenn doch niemand da ist, der hört. Einsamkeit, Stille, ist sie gewollt, oder gibt es sie gar nicht? Habe ich den Kampf verloren, oder ergriff ich nur die Flucht. Vor was, oder wen lief ich weg? Vor mir selbst? Oder vor den Anderen die mehr wollten als ich geben wollte, oder konnte?

Aber warum kann ich nicht das geben, was andere vorgeben zu können? Was muss ich können, um zu geben? Wo vor habe ich Angst, wenn Liebe nur ein Wort ist? Können Worte schmerzen? Wie fühlt sich Schmerz an? Ist es die Zurückweisung die schmerzt, nicht geliebt zu werden?

Hilfe welch ein Schmerz! Aber wieder diese Stille. Höre ich denn meinen Schmerz, ach nein, ich bin ja auf der Flucht. Nur ein leises Wort!

Wer ruft denn da? Halte mal kurz innen, ach ich bin es ja nur. Und wieder diese Flucht vor dem Wort! Und wieder diese Stille und diese Einsamkeit.

Stopp, aber wie kann es sein, wenn ich dort laufe und hinten ruft einer? Sind es zwei die flüchten, oder Einer der nicht eins ist mit sich?

Wieder diese Stille, wieder kein Wort! Doch da! Komm mal her, wer bist du?

Ich bin ich und auch du! Und wer bist du? Ich bin du und doch auch ich.

Liebe ist nur ein Wort! Es ist das was wir Menschen daraus machen!

Ja es war eine Flucht vor mir selbst

Ich war mein ganzes Leben nur für Andere da. Ich hatte den Blick zu mir selbst verloren. Es war ein Gefühl der Leere in mir, das ich mit aller Macht versuchte zu füllen. Es war eine Suche nach Liebe, nach Anerkennung.  Ich tat alles um nur ein gutes Wort zu bekommen. Es reichte schon, wenn ich hörte wie die Menschen mich lobten. Die arbeitet gut. Die ist stark. Die kann alles. Aber war das Liebe? Nein es war nichts der gleichen. Es war mich in den Mittelpunkt setzen, um nur ein Gefühl zu bekommen. Ich suchte alles im Außen. Ich suchte das alles bei anderen Menschen. Ich wusste gar nicht, das ich für mich ein Gefühl haben könnte. Ich wusste gar nicht, wie sich Liebe Anfühlte, denn ich hatte ja nie welche kennen gelernt. Wie will ein ungeliebtes Kind denn Lieben? Wie will ich etwas leben, was ich nicht kenne?

Was sind andere Menschen doch so groß, wenn ich mich so klein mache. Was sind andere Menschen so schön, wenn ich mich nicht würdige. Was sind andere Menschen so glücklich, wenn ich nicht hinschaue. Ich sah wohl nur das, was in mein Schema denken hineinpasste.

Als ich begann das Leben zu hinterfragen, begann ich auch, das erste mal in meinem Leben, nach mir zu schauen. Ich merkte, das die Worte die ich in der Vergangenheit über mich hörte, nicht wahr waren. Ich bin ein wertvoller Mensch. Ich habe ein Recht darauf, auch glücklich zu werden. Ich bin für mich selbst verantwortlich. Ich bin auch für die Liebe die ich brauche, selbst verantwortlich.

Ich sah ein Bild in meinem Kopf, das war ich. Das wollte ich wieder werden. Ich tat um zu gefallen, auch wenn es mir nicht gefiel. Nun wollte ich ein Leben, in dem ich für mich bestimmte. Ich wollte über mein Leben entscheiden. Ich wollte das tun was mir gut tat. Ich wollte Leben. Ich wollte frei sein.

Aus freien Stücken zu lieben

Als ich für mich erkannte, das ich keine Liebe erzwingen konnte, habe ich auch erkannt, das es auch keiner von mir erzwingen konnte.

Ich wollte diese Flucht vor dem zu viel geben nicht mehr. Ich hasste es, erdrückt zu werden. Ich hasste es, ja zu sagen, wenn ich nein meinte.

Hass ist das Gegenteil von Liebe. Dieses Gefühl hatte ich auch zu oft in der Vergangenheit, so oft, das ich Hass auch nicht mehr wollte. Ich merkte eine Veränderung in mir, als ich mir ein gestand, das andere Menschen nicht besser seien als ich. Ich hörte auf, andere Menschen so zu sehen, wie ich sie sehen wollte.

Ich erkannte durch meine spirituelle Arbeit, das andere Menschen nicht besser lebten als ich. Ich hörte auf, durch eine rosarote Brille zu schauen. Ich hörte auf, durch eine Lupe zu schauen wenn es um mich ging.

Ich begann in kleinen Schritten, mich zu akzeptieren, mit all den Ecken und Kannten.

Wie wollte ich eins sein mit mir, wenn ich nur die Lichtseiten sehen wollte?

Liebe ist ein Gefühl, was keine Worte erfordert. Es kann nur entstehen, wenn Menschen sich zu erst selbst Lieben und diese eigenen Gefühle auch leben können.

Liebe ist!

Durchschnitt: 3 (2 Bewertungen)

Kommentare

Ich höre Deine RUFE !

Eine sehr ernste, traurige Erzählung.

Darf ich Dir meine Schulter anbieten ?

Da könntest Dich ausweinen...

Denn ich weiß, wie Du Dich fühlst...

Ganz liebe Grüße vom Gnadenhof...

Denn ich weiß, wie Du Dich fühlst...

ja Gnadenhof, aber wir arbeiten dran.

Danke lg Pia

 

Schließe Deine Augen und Du wirst mehr hören!

Bookmark and Share