Emporia ist ein österreichischer Mobilfunkhersteller, der sich Senioren – die heute mitunter auch Silver Ager genannt werden - als Zielgruppe ausgewählt hat. Den älteren Menschen soll es mit Hilfe spezieller Endgeräte ermöglicht werden, unkompliziert und schnell auch von unterwegs Verwandte, Bekannte und Freunde zu erreichen.
Jedoch bieten diese Telefone weit mehr. Sie dienen auch der Sicherheit der Senioren. Durch einen seitlich angebrachten roten Knopf können Senioren, die sich in Notlagen befinden, diesen einfach für fünf Sekunden drücken und schon versucht das Telefon, eine von fünf hinterlegten Rufnummern, die meist Angehörigen zuzuordnen sind, zu erreichen. Falls dies erfolglos verläuft (es werden zunächst alle fünf Nummern angewählt), wird der Notruf 112 gewählt, auch ohne Guthaben auf dem Telefon oder außerhalb der eigenen Netzversorgung. Des Weiteren löst das Handy gleichzeitig mit den Anrufversuchen einen Alarm aus, der unmittelbar in der Nähe befindliche Personen aufmerksam machen soll. Dank dieser Technik ist es möglich, älteren Menschen in Gefahrensituationen schnell zu helfen.
Neben dem Not-Knopf sind die Handys mit einem großen Display inklusive großer Schrift und großen Tasten ausgestattet. So wird es auch sehschwachen Senioren leichter fallen, sich mit dem Telefon auseinanderzusetzen.
Inzwischen hält der Markt dank Firmen wie Emporia schon eine ganze Reihe solcher Handys bereit. Es gibt emporiaTALK/emporiaTALKplus, emporiaTIME, emporiaLIFE/emporiaLIFEplus sowie emporiaDUALISM.
Im Wesentlichen unterscheiden sich die Geräte in der Komplexität ihrer Nutzbarkeit. Während einige Geräte lediglich zum Telefonieren geeignet sind, lassen sich über andere auch SMS empfangen und versenden. Des Weiteren ist beispielsweise die LIFE-Serie mit einem besseren Lautsprecher ausgestattet, die besonders an die individuellen Bedürfnisse von Hörgeräte-Nutzern angepasst ist.
Allerdings ist es derzeit teilweise noch schwierig, die Geräte bei jedem Netzbetreiber zu finden, da diese stets bemüht sind, ihr jugendliches Image zu bewahren. So lässt sich hoffen, dass auch diese künftig ältere Altersgruppen als Zielgruppe ansehen werden.