Der Wert von redaktionellem Inhalt in einem neuen Markt

Beim Eintritt in einen neuen Markt ist eines der einfachsten Mittel ein Blog oder eine contentreiche (in dem Falle ist content = Text) Site zu dem Thema aufzubauen. Sei es ergänzend zu oder noch vor der eigentlichen Site fürs Geschäft. Eine sinnvolle Ergänzung zur eigenen Site bzw. dem eigenen Blog sind Artikelverzeichnisse.

Zwischenspiel. "Blogs! Was denn sonst!?"

Vermutlich halten einige Webmaster und Marketer Blogs für die ultimate Lösung, um ein Startup bekannt zu machen. Website? - altmodisch! Artikelverzeichnis? - überflüssig! -- Dazu empfehle ich Nielsens Studie Schreibe Artikel, keine Blogeinträge! - eine kurze Zusammenfassung dazu gibt's bei Blogwerk. Dort heißt es,

... "Der notorische Blogverächter Nielsen irrt allerdings fundamental in zwei Annahmen: erstens dass dies nur ausserhalb Formats “Blog” möglich ist, und zweitens, dass kurze Posts per se keinen Wert hätten."

Und damit zurück zum eigentlichen Thema.

Wozu Content-Sites?

Eine Informations-Website hat Vorteile gegenüber einer direkt kommerziell ausgelegten Site:

  • Sie ist einfacher zu verlinken. Die Verlinkungsmöglichkeiten für Blogger sind riesig und sie stehen reinen Geschäftsseiten/ eShops nicht offen. Es gibt genügend Blogger, Seitenbetreiber usw., die nicht auf kommerzielle Sites verlinken, aber auf gute Inhalte. Als prominenter Spezialfall sei Wikipedia erwähnt, obwohl der dortige Wettstreit zwischen den Rollen als Wikipedianer und Sitebetreiber ein Thema für sich ist. Und bitte, das ist keine Frage von POV :)
  • Einem Kommentator als unparteiische Person wird eher vertraut als dem Firmengründer, der seinen Geschäftsplan vorstellt (Bah! Spam! Eigenwerbung! Parteiisch!). Im zweiten Fall ist es oft genug unmöglich, bis zu den Facts durchzudringen.
  • Wenn Du über interessante (verlinkungswürdige) Themen schreibst, verbreiten sie sich schneller, als wenn sie in der Verkaufssite versteckt sind.
  • Du kannst Besucher als Interessenten statt als Kunden ansprechen.
  • Du schaffst Verbindungen, wirst bekannt und bekommst Vertrauen - als Autor/ Blogger, d.h. als Mensch. Das überträgt sich dann auf die Firma; umgekert funktioniert es dagegen nicht. Das neue Unternehmen ist erstmal für sich genommen fremd und daher böse.
  • Als Insider und Fan erreichst du auch leichter Wettbewerber, bevor du als Konkurrent angesehen wirst.
  • Indem du ein Thema studierst und verfolgst, ohne dich auf irgendein Geschäftsmodell festzulegen, lernst du, erkennst unvoreingenommener Trends und kannst das Geschäft um Gelegenheiten aufbauen: klar im Kern, flexibel in Details.

Oben schrieb ich, daß Artikelverzeichnisse eine Ergänzung zur eigenen Site bzw. dem eigenen Blog sind. Wenn Ressourcen für die eigene Site fehlen,  sind Artikelverzeichnisse das Mittel der Wahl.

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