Egal, ob der Verbraucher auf den Rabatt als Barzahler schielt oder eine Autofinanzierung wählt, die Berechnungsgrundlage ist der prinzipiell Grundpreis des neuen Fahrzeugs. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um einen Neuwagen handeln, denn auch Gebrauchtwagen können über Raten finanziert oder geleast werden.
Da der Wertverfall bei Fahrzeugen dramatisch ist, kann sich das vor allem für ein bis drei Jahre alte Autos sehr gut rechnen. Aber auch Vorführwagen sind eine Option, denn der Verbraucher bekommt ein fast neues Fahrzeug, oft sogar noch mit ein oder zwei Jahren Garantie und spart so unter Umständen viele Tausend Euro am Grundpreis. Viele neuere Gebrauchtwagen besitzen inzwischen auch eine Garantieverlängerung, welche bis zu drei, manchmal sogar vier Jahren läuft. Grundsätzlich sollte der Käufer als erstes versuchen, einen niedrigen und auch für seine Verhältnisse realistischen Grundpreis für sein neues Auto auszuhandeln. Erst anschließend kann die eigentliche Finanzierung angegangen werden, wobei das erste Angebot auch nicht zwingend das Beste sein muss.
Ein so genannter Anbietervergleich sollte, gerade bei der Autofinanzierung, immer vorgenommen werden, welcher sich am einfachsten im Internet gestaltet. Hier werden nicht selten bis zu 50 verschiedene Angebote gleichzeitig miteinander verglichen und der Käufer kann anschließend sicher sein, dass er von einem Angebot profitiert, welches seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen gerecht wird.
Im Gegensatz zur Kreditfinanzierung, bei welcher sich die Autohäuser oftmals weigern, zu den sehr günstigen Zinsen auch noch Rabatt oben drauf zu geben, ist dies beim Leasing schon weitaus eher möglich, denn der Leasingvertrag ist stets unabhängig vom Autokaufvertrag. Mit dem Autohaus handelt der Käufer den Verkaufspreis für ein Fahrzeug aus, mit der Leasingbank hingegen, handelt er bezüglich der Leasingbedingungen. Die Bank kauft dann das Auto vom Autohaus und vermietet es an den Käufer weiter. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, dass alles vom Autohaus abgewickelt wird oder dass die Leasingbank eine Tochter des Autokonzerns ist. Höchstens insofern, dass durch interne Kalkulationen die Finanzierungsangebote und die Rabattpolitik mit den Listenpreisen der Fahrzeuge abgestimmt werden.
Darüber darf sich der Käufer nicht hinwegtäuschen lassen, denn die scheinbar supergünstigen Finanzierungsangebote müssen sich für die Automobilhersteller letztendlich irgendwo rechnen. Zum einen wird natürlich eine engere Kundenbindung angestrebt, zum anderen wird an den Folgekosten verdient.
Schon in den Zusatzleistungen, wie zum Beispiel der inklusiven Versicherung können Folgekosen verborgen sein, denn die angebotene Versicherung, für welche natürlich ein Aufpreis gezahlt werden muss, ist sicher nicht die Günstigste. Diese Zusatzleistungen sollten Käufer also nicht als Geschenk hinnehmen, sondern wissen, dass nur die Gesamtrechnung aller Faktoren im Vergleich zeigt, was das Fahrzeug wirklich kostet.
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